Tipps für einen Roadtrip in Österreich
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8 hilfreiche Tipps für einen Roadtrip durch Österreich

Österreich ist eines dieser Länder, die sich perfekt für einen Roadtrip eignen. Alles liegt nah beieinander und trotzdem gibt es eine große Vielfalt an den verschiedensten Landschaften.

Einen Moment stehst du noch an einem ruhigen See, im nächsten schlängelst du dich durch die Berge oder fährst durch kleine idyllische Dörfer, in denen du eigentlich gar keinen Halt geplant hattest.

Was ich persönlich am coolsten finde: Du musst nicht allzu lange fahren, um viel zu sehen. Schon auf kurzen Strecken findest du immer wieder schöne Plätze, bei denen du am liebsten kurz anhalten würdest.

Gleichzeitig ist das Fahren in Österreich sehr strukturiert. Vieles ist gut organisiert, aber in manchen Bereichen auch ziemlich streng. Wenn du weißt, was dich erwartet, ist es super einfach. Wenn nicht, kann man auch schnell kleine (und manchmal teure) Fehler machen.

Bevor du also losfährst, hilft es, ein paar lokale Regeln und praktische Tipps zu kennen. Das macht die ganze Erfahrung entspannter, einfacher und auch angenehmer.

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1. Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen

Geschwindigkeitsbegrenzungen in Österreich sind keine Empfehlungen. Sie werden besonders auf Autobahnen und Hauptstraßen streng kontrolliert.

Im Allgemeinen gelten diese Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • 130 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen
  • 100 km/h auf Landstraßen
  • 50 km/h in Städten und Dörfern
  • Manchmal 30 km/h in Wohn- oder Schulgebieten

Es gibt Blitzer, Polizeikontrollen und auf manchen Autobahnen auch Abschnittskontrollen. Schon kleine Geschwindigkeitsüberschreitungen können Strafen bringen, also pass am besten immer gut auf, vor allem wenn du durch Orte fährst.

Tipps für einen Roadtrip in Österreich
Bildnachweis: DepositPhotos.com

2. Sei auf Winterfahrregeln vorbereitet

Wenn du zwischen dem 1. November und dem 15. April unterwegs bist, sind Winterreifen in Österreich Pflicht, sobald winterliche Bedingungen herrschen (wie Schnee, Eis oder Schneematsch).

Die meisten fahren hier die ganze Saison über einfach mit Winterreifen. Das Wetter kann sich schnell ändern und selbst im April ist in manchen Regionen Schnee nichts Ungewöhnliches. Ich bin auf einem kleinen Berg aufgewachsen und wir hatten sogar Ende April ab und zu noch richtig starken Schneefall.

Im Grunde heißt das, dass du dich in den Bergen nicht wirklich auf „gutes Wetter“ verlassen kannst – die Bedingungen können sich innerhalb einer Stunde schnell ändern.

Besonders in höher gelegenen Regionen kommt es oft zu plötzlichem Nebel oder Schneefall. Mietwagen sind meistens wintertauglich, aber es lohnt sich trotzdem, das vor der Fahrt kurz zu checken.

3. Vergiss die Vignette nicht

Um auf Österreichs Autobahnen zu fahren, brauchst du eine Vignette. Diese ist Pflicht und etwas, das öfter vergessen wird, als man denkt.

Es gibt keine Mautstellen, aber Kameras kontrollieren automatisch dein Kennzeichen. Wenn du keine Vignette hast, bekommst du eine Strafe – so einfach ist das.

Am einfachsten ist es, wenn du die Vignette für Österreich bereits vorher online kaufst. So musst du nicht extra an einer Tankstelle anhalten und dich unterwegs damit beschäftigen.

Für einige Bergstraßen und Tunnel fallen extra Mautgebühren an, aber hier wirst du im Vorhinein durch Schilder hingewiesen.

4. Konzentriere dich auf ein oder zwei Regionen

Österreich sieht auf der Karte vielleicht klein aus, aber manche Strecken dauern länger, als du anfangs denkst. Ich rate daher immer, nicht alles in einen Trip reinzuquetschen. Du verbringst sonst mehr Zeit im Auto als die Orte wirklich zu genießen.

Deshalb würde ich mich auch nicht nur auf die großen Städte wie Wien oder Salzburg konzentrieren. Klar sind diese sehenswert, aber was Österreich wirklich besonders macht, sind vor allem die Orte außerhalb – die Dörfer, die Bergstraßen, die Seen, an denen du plötzlich vorbeikommst, und die ständig wechselnde Landschaft unterwegs.

Es ist viel besser, wenn du dich auf eine oder zwei Regionen konzentrierst und dir wirklich Zeit nimmst, sie zu erkunden. Tirol ist zum Beispiel perfekt, wenn dir alpine Landschaften und Bergstraßen gefallen, während das Salzkammergut für seine wunderschönen Seen und idyllischen Orte wie Bad Ischl, St. Wolfgang, Hallstatt und Gmunden bekannt ist.

Hallstatt
Hallstatt, Bildnachweis: DepositPhotos.com

Vorarlberg wirkt ruhiger und weniger touristisch, und Kärnten hat einen entspannten, fast schon mediterranen Vibe.

Die Steiermark ist auch eine super Option mit sanften Hügeln, Weinbergen und richtig schönen Landschaftsstraßen. Das Burgenland ist dagegen viel flacher und offener, ebenfalls mit Weinregionen und einem ganz anderen Flair als im Westen von Österreich.

Jede Region hat ihren eigenen Charakter und den merkt man erst richtig, wenn man langsamer unterwegs ist, statt von einem Highlight zum nächsten zu hetzen.

5. Fahre vorsichtig auf Bergstraßen

Fahrten durch die Alpen sind definitiv eines der Highlights eines Roadtrips durch Österreich, aber genau dort musst du auch am meisten aufpassen.

Straßen sind dort öfters sehr schmal, mit engen Kurven und steilen Abhängen, und nicht überall gibt es Leitplanken. Wenn du aber vorsichtig und nicht allzu schnell fährst, ist es nicht gefährlich.

Das Wetter ist ein weiterer Faktor. Besonders in höheren Regionen kann es sich schnell ändern und innerhalb von Minuten von klarem Himmel zu Nebel wechseln.

Nimm dir Zeit, lege beim Bergabfahren einen niedrigeren Gang ein und fühl dich nicht unter Druck gesetzt von Leuten, die die Straßen besser kennen. Lass sie einfach an einer sicheren Stelle vorbei.

Tipps für einen Roadtrip in Österreich
Bildnachweis: DepositPhotos.com

6. Plane Tankstopps im Voraus

Auf den Autobahnen ist Tanken kein Problem. Sobald du aber in ländlichere oder alpine Gegenden kommst, sieht das schon anders aus.

Tankstellen entlang der Autobahnen sind leicht zu finden, aber die Preise sind dort meistens höher als bei normalen Tankstellen. Vermeide diese also lieber und tanke in kleineren Städten abseits der Autobahn.

Oftmals liegen Tankstellen weiter auseinander, als du denkst, und manche schließen früher, besonders in kleineren Orten. Selbstbedienungstankstellen werden zwar immer häufiger, aber je nach Region und Öffnungszeiten ist das noch ziemlich unterschiedlich.

Tanke also lieber etwas früher als normalerweise, besonders bevor es in die Berge geht.

7. Stell dich auf ruhige Sonntage ein

Sonntage in Österreich sind sehr traditionell, besonders außerhalb der größeren Städte. Die meisten Supermärkte und Geschäfte haben sonntags komplett geschlossen.

Kleine Supermärkte an Tankstellen entlang der Autobahnen sind zwar meist geöffnet, aber in kleineren Orten ist die Auswahl ziemlich eingeschränkt und selbst Cafés haben sonntags oft geschlossen. In manchen saisonalen Tourismusregionen haben selbst Restaurants außerhalb der Hauptsaison zu.

8. Nimm dir Zeit & genieß es

Wenn ich dir nur einen Tipp für einen Roadtrip in Österreich geben müsste, dann diesen: Lass dir genügend Zeit.

Die besten Momente sind oft die, die du gar nicht geplant hast – ein See, an dem du plötzlich vorbeikommst, ein Aussichtspunkt, an dem du spontan hältst, oder ein kleines Dorf, das einfach zu schön ist, um nur durchzufahren. Genau das sind meistens die Augenblicke, an die du dich später erinnerst.

Die Strecken sind zwar meist eher kurz, aber es gibt unterwegs so viel zu sehen, dass du leicht unterschätzst, wie viel Zeit man mit Stopps verbringt.

Je entspannter und langsamer du unterwegs bist, desto mehr nimmst du wahr und desto besser lernst du das Land richtig kennen.

Sieh es nicht als Sprint von einem Ort zum nächsten oder als Checkliste, die du abarbeitest. Ein Roadtrip durch Österreich ist viel besser, wenn du Platz für spontane Stopps, kleine Umwege und Orte lässt, die du eigentlich gar nicht am Schirm hattest.

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