Palast von Knossos – Alle Infos für deinen Besuch
Als eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Nordkreta durfte ein Besuch des Palasts von Knossos während unserer Zeit auf der Insel natürlich nicht fehlen.
Als Fan von griechischer Mythologie und Archäologie klang das für mich nach dem perfekten Ort – eine Mischung aus faszinierenden Ruinen und alten Legenden über Könige, Labyrinthe und den Minotaurus.
Das Erkunden der Anlage gab mir einen kleinen Einblick darin, wie das Leben damals gewesen sein könnte, denn noch heute sind Überreste von Fresken und alten Bauwerken zu sehen.
Wenn du bald nach Kreta reist und den Palast von Knossos ebenfalls besuchen möchtest, findest du in diesem Blogbeitrag alles, was du wissen musst – von der Anreise über Öffnungszeiten, Highlights bis hin zur empfohlenen Besuchszeit.
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Geschichte des Palasts von Knossos
Bevor wir uns anschauen, was es dort zu sehen gibt und ich dir ein paar praktische Tipps gebe, möchte ich dir zuerst etwas über die Geschichte dieses Ortes erzählen.
Knossos zählt zu den ältesten Städten Europas und war vor über 3.500 Jahren das Zentrum der mächtigen minoischen Kultur.
Der Palast, den du heute siehst, wurde um 1900 v. Chr. erbaut und nach einem Erdbeben später erweitert. Auf seinem Höhepunkt war er eine riesige Anlage mit über 1.000 Räumen, die für politische, religiöse und wirtschaftliche Zwecke genutzt wurde.
Er hatte für seine Zeit fortschrittliche Merkmale – zum Beispiel ein Abwassersystem und wunderschöne Fresken, die noch heute erhalten sind.


Knossos ist auch eng mit der griechischen Mythologie verbunden. Der Legende nach war es die Heimat von König Minos und dem berühmten Labyrinth, in dem der Minotaurus eingesperrt war. Ein echtes Labyrinth wurde zwar nie gefunden, aber der verwinkelte Aufbau des Palasts könnte die Geschichte inspiriert haben.
Die Stätte wurde Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und vieles von dem, was man heute sieht, wurde von einem britischen Archäologen rekonstruiert.
So erreichst du den Palast von Knossos
Der Palast von Knossos liegt nur ein paar Kilometer südöstlich von Heraklion, der Hauptstadt Kretas. Er ist super leicht zu erreichen – egal ob du deine Unterkunft in der Stadt oder in der Nähe hast.
Vom Zentrum Heraklions aus sind es nur etwa 5 bis 10 Minuten mit dem Auto oder eine kurze Busfahrt.
Wenn du selbst fährst, folgst du einfach den Schildern nach Knossos, sobald du in die Nähe von Heraklion kommst – die Straßen sind gut ausgeschildert und es gibt ausreichend kostenlose Parkplätze direkt bei der Anlage.
Wenn du lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist, fahren regelmäßig Busse vom Hauptbusbahnhof in Heraklion direkt zum Palast von Knossos. Die Fahrt dauert etwa 15 bis 20 Minuten.
Wenn du weiter entfernt in anderen beliebten Orten in Nordkreta übernachtest, zum Beispiel in Chania oder Rethymno, solltest du etwa 2 bis 2,5 Stunden mit dem Auto einplanen.
Ich würde dir nicht unbedingt raten, von diesen Orten aus den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, weil es noch länger dauert. Stattdessen kannst du, wenn du kein Mietauto hast, eine geführte Tour zum Palast von Knossos machen.
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Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Der Palast von Knossos ist täglich geöffnet, die Öffnungszeiten unterscheiden sich aber je nach Saison. Von April bis Oktober ist er von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. In der Nebensaison (November bis März) sind die Zeiten kürzer, meist von 8:00 bis 17:00 Uhr.
Der Eintritt kostet €24,- für ein Standardticket, ermäßigte Tickets gibt es für EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren für etwa €12,-. Kinder und Jugendliche unter 18 sowie Senioren über 65 haben freien Eintritt. EU-Bürger unter 25 Jahren haben ebenfalls kostenlosen Eintritt, also vergiss nicht, deinen Ausweis mitzubringen.
Um mehr Hintergrundinformationen zu erhalten, kannst du an einer geführten Tour teilnehmen. Wir haben uns aber einfach für ein normales Ticket entschieden, weil es an den wichtigsten Stellen Info-Tafeln gibt.
Kauf deine Tickets am besten online im Voraus. So kannst du die langen Warteschlangen umgehen und direkt hineingehen.
Was es im Palast von Knossos zu sehen gibt
Thronsaal
Der Thronsaal ist einer der bekanntesten Bereiche des Palasts von Knossos. Dort steht ein steinerner Thron, von dem man annimmt, dass ihn König Minos oder ein hoher Priester benutzt hat.
Die Wände des Raums sind mit Fresken geschmückt, darunter Darstellungen von Greifen, die Macht und Schutz symbolisieren. Man geht davon aus, dass dieser Raum für wichtige Zeremonien und Versammlungen genutzt wurde.

Große Treppe
Die Große Treppe verbindet mehrere Ebenen des Palasts und zeigt die praktischen architektonischen Fähigkeiten der Minoer.
Die breiten Stufen und die stabile Bauweise machten sie zu einem wichtigen Weg zwischen Bereichen wie dem Thronsaal und den Wohnräumen.
Megaron der Königin
Das Megaron der Königin war der private Bereich für die Königin oder andere hochrangige Frauen.
Es zeigt gut erhaltene Fresken, darunter die berühmte Delfinszene, die die enge Verbindung der Minoer zur Natur und zum Meer zeigt.
Dieser Bereich umfasst auch private Zimmer und Bäder, die einen persönlicheren Einblick ins Leben im Palast geben.

Lagerkammern
Die Lagerkammern sind große Räume gefüllt mit Tontöpfen, den sogenannten Pithoi. Diese Gefäße wurden für wichtige Vorräte wie Olivenöl, Wein und Getreide genutzt, die für die Wirtschaft und die Versorgung des Palasts wichtig waren.
Die Größe und Anzahl dieser Räume zeigt, wie sorgfältig die Minoer ihre Vorräte verwaltet haben.
Fresken
Knossos ist bekannt für seine beeindruckenden Fresken, die viele Bereiche des Palasts schmücken.
Diese kunstvollen Fresken zeigen lebendige Szenen aus der Natur, religiöse Zeremonien und den Alltag der Minoer – alles mit kräftigen Farben und geschwungenen Linien dargestellt.
Die Kunstwerke zeigen oft Stiere, Delfine und Blumenmuster, die wichtige Symbole in der minoischen Kultur waren.

Südeingang
Der Südeingang war einer der Haupteingänge zum Palastgelände. Er ist nicht so prunkvoll wie der nördliche Eingang, zeigt aber trotzdem beeindruckende architektonische Details.
Dieser Eingang diente wahrscheinlich zur Kontrolle des Zugangs zum südlichen Teil des Palastes und verband wichtige Lager- und Arbeitsbereiche.

Nordeingang
Der Nordeingang ist der berühmteste Eingang zum Palast von Knossos und bekannt für seine massiven Steinblöcke sowie die Überreste eines komplexen Türsystems.
In der Nähe findest du die ikonischen roten Säulen, die nach unten schmaler werden – ein typisches Merkmal der minoischen Architektur. In diesem Bereich liegt auch das Lustralbecken, eine versenkte Kammer, die für rituelle Reinigungen genutzt wurde.


Wie viel Zeit einplanen & Abschließende Worte
Für deinen Besuch im Palast von Knossos solltest du dir mindestens eine Stunde Zeit nehmen, um ohne Stress die wichtigsten Highlights wie den Thronsaal, das Megaron der Königin, die Fresken und die Eingänge zu erkunden.
Wenn du dich richtig für Archäologie oder Geschichte interessierst, nimm dir ruhig mehr Zeit, um alle Details auf dich wirken zu lassen oder an einer geführten Tour teilzunehmen.
Denk daran, dass ein großer Teil der Anlage draußen liegt und es kaum Schatten gibt – besonders im Sommer ist Sonnenschutz also ein Muss.
Wir waren Ende Mai dort und die Sonne hat selbst am Vormittag schon ordentlich runtergebrannt. Beim Herumlaufen wurde es richtig heiß, also vergiss nicht, einen Hut, Sonnencreme und genügend Wasser einzupacken, damit dein Besuch keine Tortur wird.
Der Palast von Knossos bietet einen einzigartigen Einblick in die minoische Kultur und ist bei einem Besuch Kretas auf jeden Fall sehenswert.
Um ehrlich zu sein, habe ich jedoch schon beeindruckendere archäologische Stätten gesehen, wie die römischen Ruinen von Jerash oder die Akropolis in Athen. Außerdem ist ein großer Teil des Palasts von Knossos rekonstruiert, weshalb er leider nicht ganz so authentisch wirkt.
Trotzdem ist es faszinierend, in die Welt der Minoer einzutauchen und sich vorzustellen, wie das Leben hier vor Tausenden von Jahren gewesen sein könnte.
Wenn du dich für griechische Geschichte und Mythologie interessierst, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall!
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