Island im Februar – Was du wissen musst
Island im Februar ist etwas Besonderes. Schnee bedeckt die Lavafelder, Wasserfälle verwandeln sich in magische Eisformationen, und die langen Winternächte bieten die beste Chance, die Nordlichter zu sehen.
Wir waren auch im Februar dort, also weiß ich aus Erfahrung, dass es wirklich magisch ist – aber ehrlich gesagt bringt es auch unberechenbares Wetter, kurze Tage und manchmal schwierige Fahrbedingungen mit sich.
Wenn du im Februar nach Island reisen willst, findest du in diesem Beitrag alles, was du vorher wissen solltest.
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1. Wetter & Tageslicht
Island ist im Februar zwar kalt, aber eigentlich nicht so schlimm, wie du vielleicht denkst. Die Temperaturen liegen normalerweise zwischen -1°C und -6°C, wobei der Wind es oft deutlich kälter erscheinen lässt.
Die größere Herausforderung ist das Tageslicht. Im Februar gibt es nur etwa 7–9 Stunden Licht, also sind die Tage ziemlich kurz.
Plane deine Aktivitäten gut, aber genieße auch die gemütlichen Nächte – perfekt, um die Nordlichter zu sehen oder in einer heißen Quelle zu entspannen.
2. Nordlichter-Saison
Wenn die Nordlichter auf deiner Bucket-Liste stehen, ist der Februar perfekt. Die Nächte sind lang, der Himmel dunkel, und das Polarlicht oft aktiv. Alles, was du brauchst, sind klare Nächte und etwas Geduld.
Check die Aurora-Vorhersage, entferne dich von den Lichtern der Städte und sei bereit zu warten – es lohnt sich total. Wenn du nicht gerne im Dunkeln herumfährst, kannst du auch an einer Nordlichter-Tour teilnehmen und dich entspannt zurücklehnen, während jemand anderes die Arbeit macht.
Als wir im Februar dort waren, standen die Nordlichter auch ganz oben auf unserer Liste. Leider war der Himmel jede Nacht einfach zu bewölkt, sodass wir kein Glück hatten.
3. Straßenbedingungen & Fahrtipps
Im Februar in Island ein Auto zu fahren kann ein richtiges Abenteuer sein – ich spreche aus Erfahrung.
Die Straßen können verschneit, vereist und manchmal fast unsichtbar sein, wenn der Wind frischen Schnee darüber bläst. Dazu kommt, dass Stürme ganze Streckenabschnitte ohne große Vorwarnung sperren können, daher brauchst du immer einen Backup-Plan.
Wenn du ein Auto mietest, wähle am besten ein Allrad-Auto (4×4) – das macht einen großen Unterschied. Trotzdem solltest du das Wetter nicht unterschätzen. Eine Strecke, die auf der Karte einfach aussieht, kann sich in wenigen Minuten in ein weißes Chaos verwandeln.

Schotterstraßen, oft „F-Straßen“ genannt, sind im Winter meist gesperrt, also plane deine Route gut. Glatteis kommt häufig vor, besonders in schattigen Bereichen und auf Brücken, daher ist vorsichtiges Fahren wichtig.
Tankstellen sind in abgelegenen Gegenden oft selten, deshalb solltest du immer tanken, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Viele Mietwagen haben Spikereifen, aber es lohnt sich immer, das bei der Buchung zu klären.
Überprüfe vor der Abfahrt immer umferdin.is auf Straßensperren und safetravel.is für Sicherheitshinweise. Und denk daran: manchmal ist es besser, den Stress zu vermeiden und stattdessen eine geführte Tour zu buchen.
4. Was du für Island im Februar packen solltest
Clever packen macht in Island den Unterschied. Nimm mit:
- Thermo-Unterwäsche, um warm zu bleiben.
- Eine wasserdichte Jacke und Hose.
- Robuste gefütterte Stiefel mit gutem Grip (nimm Steigeisen, wenn du auf vereisten Wegen unterwegs bist).
- Warme Accessoires: Mützen, Schals, Handschuhe und wiederverwendbare Handwärmer.
- Badesachen – denn die heißen Quellen willst du dir sicher nicht entgehen lassen.
- Kamera-Equipment: ein Stativ für die Nordlichter und Ersatzakkus (in der Kälte werden sie schnell leer).
5. Saisonale Highlights
Der Februar hat seinen ganz eigenen Charme. Wasserfälle wie Gullfoss, Skógafoss und Seljalandsfoss sind von Schnee und Eis umgeben atemberaubend schön.

Die Blue Lagoon (und andere heiße Quellen) sind besonders traumhaft, wenn es draußen eiskalt ist. Schwarze Sandstrände wirken mit einer leichten Schneeschicht noch dramatischer.
Und das Beste: Viele Sehenswürdigkeiten erlebst du mit deutlich weniger Besuchern als im Sommer.
Wenn du gerne fotografierst, bietet dir der Februar fantastische Kontraste – weißer Schnee, dunkle Vulkanfelsen und vereiste Wasserfälle schaffen beeindruckende Szenerien, die ganz anders wirken als im Sommer.
6. Kosten & Besucher
Der Februar gilt als Nebensaison, daher findest du meist günstigere Flüge und Unterkünfte.
Es ist außerdem weniger voll, was den Besuch bekannter Orte viel angenehmer macht. Trotzdem können Touren und Unterkünfte in kleineren Orten schnell ausgebucht sein, daher solltest du frühzeitig reservieren.
7. Sicherheit geht vor
Ein kurzer, aber wichtiger Hinweis: In Island kann sich das Wetter innerhalb von Minuten ändern. Was als ruhiger Morgen beginnt, kann sich bis zum Nachmittag in einen heftigen Schneesturm verwandeln.
Überprüfe immer die Wettervorhersagen, habe einen flexiblen Plan und vermeide unnötige Risiken. Lade die SafeTravel-App herunter – sie ist super praktisch für Warnungen und Tipps.

8. Die besten Touren im Februar
Einige Erlebnisse sind nur im Winter möglich, also nutze sie voll aus:
- Eishöhlen-Touren – betritt einen Gletscher und bestaune die surrealen blauen Eisformationen.
- Gletscherwanderungen oder Schneemobil-Touren – eine unvergessliche Möglichkeit, Islands eisige Landschaften zu entdecken.
- Golden Circle- und Südküsten-Touren – klassische Routen, die unter einer Schneedecke noch magischer wirken.
- Nordlichter-Touren – mit erfahrenen Guides hast du bessere Chancen, die Nordlichter zu sehen.
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Abschließende Worte
Island im Februar ist kalt, unberechenbar und manchmal ein bisschen wild – genau das macht es aber so magisch.
Du hast die Chance, über Gletscher zu laufen, in heißen Quellen unter dem Schnee zu entspannen und (wenn du mehr Glück hast als wir) die Nordlichter am Himmel tanzen zu sehen.
Wenn du mit der richtigen Ausrüstung, flexiblen Plänen und Abenteuerlust unterwegs bist, ist der Februar die beste Zeit, Islands Winterwunderland zu erleben.
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