Entdecke die Erlaufschlucht in Purgstall, Niederösterreich
Nur 30 Minuten von meinem Zuhause entfernt befindet sich einer der schönsten Naturschauplätze Niederösterreichs: die Erlaufschlucht in Purgstall.
Die Schlucht wurde von der Erlauf geformt und ist für ihr kristallklares, türkisfarbenes Wasser und die zerklüfteten Felsen bekannt. Seit 1972 gilt sie dank ihrer einzigartigen Landschaft als Naturdenkmal.
Ich war vor ein paar Jahren schon mal dort, aber damals sah das Wasser wegen des vielen Regens in den Tagen davor leider nicht so schön aus. Seitdem stand ein erneuter Besuch ganz oben auf meiner Liste, um endlich das beeindruckende, kristallklare Wasser zu sehen, von dem immer alle sprechen.
Letztes Wochenende, an einem sonnigen Sonntagmorgen, passte es endlich und ich unternahm mit meinem Partner eine kleine Wanderung entlang der Erlaufschlucht.
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Anreise + Parken
Die Erlaufschlucht erreicht man eigentlich ziemlich einfach. Von meinem Zuhause in Niederösterreich war es nur eine kurze Autofahrt, aber auch von größeren Städten kommt man problemlos hin.
Von St. Pölten
- Mit dem Auto: etwa 45 Minuten über A1 → B25
- Mit dem Zug: REX/Regionalzug nach Pöchlarn → Umsteigen in die Erlauftalbahn (R/R57) nach Purgstall → Gesamtfahrzeit ca. 1 Stunde
Von Wien
- Mit dem Auto: etwa 1 Stunde 30 Minuten über A1 → B25
- Mit dem Zug: Railjet (RJ/RJX) oder Regionalexpress (REX) nach St. Pölten → weiter mit REX/Regionalzug nach Pöchlarn → Umsteigen in die Erlauftalbahn (R/R57) nach Purgstall → Gesamtfahrzeit ca. 1 h 50 min
Vom Bahnhof Purgstall zum Eingang der Erlaufschlucht sind es nur rund 15 Minuten zu Fuß.
Parkplätze befinden sich direkt beim Haupteingang, direkt neben dem Bowlingcenter. Die Parkgebühren sind wie folgt:
- 1 Stunde: €2,-
- 2 Stunden: €3,50
- 3 Stunden: €5,-
- Ganzer Tag: €6,50
Wir wussten nicht genau, wie lange wir unterwegs sein würden, also haben wir ein Tagesticket gekauft. Als wir um 8:00 Uhr ankamen, war der Parkplatz bis auf ein weiteres Auto fast leer.
Das Parkticket musst du dir gleich bei der Ankunft holen, bevor du mit der Wanderung startest.
Die Erlaufschlucht ist generell rund um die Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos.
Entlang der Erlaufschlucht
Bevor du mit der Wanderung startest, kannst du dir das Informationsschild am Eingang anschauen, um mehr über die Erlaufschlucht und die verschiedenen Wanderwege zu erfahren.

Unser Plan war es, den Fischersteig entlang des Flusses zu gehen, dann den Pratersteg auf die rechte Seite zu überqueren und über die „Brücke der Liebe“ wieder zurück auf die andere Seite zu wechseln – also im Grunde den größten Teil von Route 1 auf der Tafel zu folgen.


Fischersteig
Wir folgten dem Schild nach rechts und kamen bald zu einer metallenen Stiege, die nach unten zum Fischersteig führt, dem schmalen Weg direkt am Fluss entlang.
Der Weg geht etwa 1,5 km bis zur Brücke Pratersteg und bietet unterwegs ein paar schöne Plätze am Wasser. Gute Schuhe sind trotzdem wichtig, weil der Pfad ziemlich uneben ist.


Wir hatten geplant, den Weg bis zum Pratersteg zu gehen, aber schon nach ein paar Metern stießen wir auf ein Hindernis: Die Gewitter der letzten Tage hatten Bäume und Geröll auf den Weg gebracht und alles blockiert.
Also drehten wir um und kletterten die Stiege wieder hoch, um dem Praterweg in Richtung Pratersteg zu folgen.
Praterweg & Pratersteg
Auch wenn der Praterweg nicht das gleiche Ambiente und tolle Aussichten wie der Fischersteig bietet, da er einige Meter über dem Fluss verläuft, ist es trotzdem ein schöner Weg zum Gehen.
Unterwegs siehst du Holztafeln mit Infos zu einheimischen Vögeln und Säugetieren, sowie kleine Nistkästen für Mäuse, Igel und Eichhörnchen.

Etwa auf halbem Weg zum Pratersteg kommst du zur Herzerlbank und zur „Brücke der Liebe“, die mit unzähligen Schlössern mit eingravierten Namen geschmückt ist.

Du kannst die Brücke überqueren und auf der rechten Seite des Flusses weitergehen, aber wir entschieden uns, die ganze Strecke bis zum Pratersteg auf dieser Seite zu bleiben.
Was ich vorher nicht wusste: Entlang des Praterwegs führen mehrere Abzweigungen hinunter zum Fischersteig, sodass man trotzdem ein paar Mal näher zum Wasser gehen kann!


Nach insgesamt etwa zwei Kilometern kamen wir zum Pratersteg, einer charmanten und überdachten Brücke über die Erlauf.
Von dort haben wir eine Weile die Aussicht bewundert, bevor wir auf der anderen Seite des Flusses weitergingen.


Obwohl ich die linke Flussseite lieber mag, gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Kiesstrand (wir haben dort einen Otter gesehen!) und eine tolle Aussichtsplattform, die über das Wasser ragt.


Wir gingen weiter, bis wir zur „Brücke der Liebe“ kamen, welche wir überquerten, um dann wieder auf der linken Flussseite zurück zum Parkplatz zu gehen.
Alternativ kannst du dem Weg weiter folgen, um die komplette Route 1 des Praterwegs als Rundweg zu absolvieren.
Abschließende Worte & Tipps
Der komplette Praterweg-Rundweg ist etwa 3,8 km lang und dauert normalerweise knapp über eine Stunde. Wir waren etwas mehr als zwei Stunden in der Erlaufschlucht, da wir öfter Pausen machten, Fotos knipsten und einfach die Aussicht genossen.
Wenn du Lust auf eine längere Wanderung hast, kannst du Route 2 (6,6 km) oder Route 3 (14 km) ausprobieren. Sie führen weg vom Fluss, sodass du mehr von Purgstall und der Umgebung erkunden kannst.
Während der Praterweg ein breiter, meist ebener Weg ist und sich leicht gehen lässt, erfordert der Fischersteig Vorsicht und gute Schuhe.
Alles in allem würde ich sagen, dass die Erlaufschlucht für jeden machbar ist, aber komm am besten so früh wie möglich. Wir waren gegen 8:00 Uhr dort, da war der Parkplatz noch fast leer – um 10:00 Uhr, als wir gingen, war er schon komplett voll.
Vor allem an sonnigen Tagen, an Wochenenden und an Feiertagen ist hier extrem viel los!
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